Nachdenkseiten der Schulpsychologie

von Jürgen Mietz

Nachdenken über Wissenschaft

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Wer sich fragt, was „da“/“hier“ eigentlich los sei,

findet hier vielleicht die eine oder andere Anregung für Antworten

Alles, was von unserem Gehirn ausgeht – ein Gedanke, eine Emotion, eine Körperempfindung, eine Vorstellung – ist nicht dazu vorgesehen, von uns unhinterfragt geglaubt und in der Folge stur von uns umgesetzt zu werden. Sonst hätten uns unsere Annahmen ja eingenommen! Nein, unsere autonome Steuerung will uns eigentlich nur ihre Vermutungen mitteilen, Vorschläge machen, Hypothesen unterbreiten, Testballons steigen lassen, um in Dialog zu treten und tastend und achtsam die Rückmeldung der Auswirkungen in den nächsten Schritt zu integrieren.

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21. Juli 2021 at 10:21

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Schäden durch Schulausschluss, fehlende Kinderrechte, gewollten Finanzierungsnotstand

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Fortsetzung des Interviews mit Michael Klundt

Die Gefahr ist real, dass diese Kinder und Jugendlichen aufgrund ihrer Erfahrungen von Perspektivlosigkeit sich später von der Gesellschaft abkoppeln werden. Auch darauf hat die Bertelsmann-Stiftung verwiesen.

Es ist bitter zu beobachten, wie seit Jahren die Kinderrechte und die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen von politischer Seite gefeiert wurden, aber seit März 2020 oft selbst die minimalsten kinderrechtlichen Grundlagen weggewischt werden. Selbst die geringsten Versuche, Kinder, Jugendliche und Jugendverbände auch nur annähernd in Entscheidungsprozesse einzubinden, sind kaum zu erkennen.

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21. Juli 2021 at 09:56

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Corona-Maßnahmen – Instrumentalisierung von Kindern im großen Stil

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Wie von selbst,

so scheint es, dreht sich die Lage von Kindern und Jugendlichen immer wieder aus dem Fokus der Öffentlichkeit heraus. Dabei sind die Schäden und Verletzungen enorm. Dass diese Erkenntnis einen empören und verzweifeln lassen kann, ist einem Interview mit Michael Klundt anzumerken. Es kann aber auch zu Klarheit verhelfen.

Erinnern wir uns, wie Journalisten und Politiker sich während der Pandemie an „der“ Wissenschaft ausgerichtet haben. Was von dort kam, sollte von uns Bürgern sozusagen als „Gesetz“ betrachtet werden. Was die Impfung von Kindern angeht, verhalten viele Politiker und Journalisten sich nun so, als ob sie über der Wissenschaft stünden. All die von wissenschaftlichen und medizinischen Sachverständigen und Fachgesellschaften geäußerten Bedenken zur Kinderimpfung werden abgetan. Politische Verantwortliche sowie manche Medien und einige Wissenschaftler wischen die geäußerten Bedenken und die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Bedarfen, Nutzen und Risiken von Kinder-Impfungen schlicht weg. Das halte ich für einigermaßen bedenklich.

In dem Interview liefert Klundt Untersuchungsergebnisse über den angerichteten Schaden, rückt mit Zahlen die Mickrigkeit der angeblichen Fürsorge für Kinder und Jugendliche im Vergleich mit den Förderungen für ein einziges Unternehmen zurecht. Was sind uns Kinder und Jugendliche wert, deren Zukunft – missbräuchlich – in Anschlag gebracht wird, wenn die finanziellen Belastungen für Normalmenschen höhergeschraubt werden und die groteske Unterfinanzierung von Schule und Bildung, die seit Jahrzehnten besteht, nicht überwunden wird?

Written by schau

20. Juli 2021 at 11:52

Ist Aussöhnung möglich?

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Die Corona-Politik spaltet die Gesellschaft

Da wäre doch eine wohlwollende Aufnahme und Neugier für eine Initiative »Coronaausoehnung« angesagt. Stattdessen wird ein zartes Pflänzchen gleich zertrampelt – und das von der immer noch reputierten Tagesschau und ihrem Faktenchecker. Der normale Nutzer soll sich also gar nicht erst mit solchem Schmutz befassen. Das Tagesschau-Weltbild ist heilig. Der einst gute Ruf wird als Waffe gegen Alternativen eingesetzt.

Gott sei Dank hat sich die Initiative nicht abschrecken lassen. Sie gibt den Link zum Faktencheck auf ihrer Website wider und setzt sich mit der Kritik auseinander. Mein Fazit ziehe ich mit einem Zitat aus der Erwiderung:

Angesichts dieses auffällig misslungenen Faktenchecks fragen wir: Wer checkt und korrigiert die Faktenchecker? Wer übt die Qualitätskontrolle für diesen neuen Berufsstand aus – zumal wenn es sich um Leistungen handelt, die mit Steuergeld bezahlt werden und die einen großen Einfluss auf die Reputation der „Gecheckten“ haben können?

Written by schau

19. Juli 2021 at 14:29

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Wie positionieren sich Psychologinnen und Psychologen in der Corona-Politik?

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»Oder folgen sie einem humanistisch-emanzipatorischen Verständnis des Menschen als
Lebewesen mit Eigensinn und selbsttätigem Bewusstsein, das sich in einer sozialen Um- und Mitwelt auf seine ganz eigene Weise in seiner Individualität, mit seinem ganzen Potenzial, entfalten möchte?

Im humanistischen Menschenbild der Selbstentfaltung des Individuums kann es, ja muss es in spätkapitalistischen Gesellschaften zu Reibungen und Widersprüchen mit sozialen und
gesellschaftlichen Systemen kommen. Die bewusste Auseinandersetzung mit diesen erlebten Widersprüchen im Sinne einer kritischen Bewusstseinsentwicklung trägt gleichermaßen zur Reifung der Persönlichkeit und zu einem fundierteren Systemverständnis bei. Dies kann auch das engagierte gesellschaftliche Zusammenleben informierter Bürger*innen fördern, denn eigenständige konfliktfähige Menschen sind die besten Träger einer demokratischen Kultur und Gesellschaft.
«

heißt es in einer Stellungnahme der Neuen Gesellschaft für Psychologie (ngfp.de). Die Stellungnahme kann hier vollständig heruntergeladen werden.

Die Stellungnahme grenzt sich explizit von Positionen des BDP ab, die hier auch schon einmal kritisiert wurden.

Sie ist geeignet, Selbstverständnisse in Kollegien von Beratungsdiensten und in Psychologieverbänden zu reflektieren.

Written by schau

19. Juli 2021 at 13:42

Kurz bevor sie verreckt: Ein Lob der öffentlichen Schule

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Ein Essay über den Nutzen und Unsinn der Schule. Eine kleine Geschichte der Schule. Die hohen Erwartungen an sie und ihr bürokratisches und technokratisches Scheitern. Ihre Rolle als Instrument der Herrschaft und/oder als (vielleicht) einziges Mittel, einen gemeinsamen öffentlichen Raum herzustellen. Ein Raum der erforderlich ist, wenn das Neben- und Gegeneinanderagieren der verschiedenen Blasen überwunden werden soll.

Speziell für Deutschland nimmt Matthias Greffrath, die völlig einseitige Ausrichtung auf Digitalisierung als Strategie zur Überwindung von Bildungsblockaden aufs Korn.

Alles sehr interessant zu lesen und zu hören. Allerdings darf man sich fragen, wieso Matthias Greffrath nicht die Frage stellt, wer von den zahlreichen Versäumnissen der Gegenwart (Corona) und Vergangenheit (die ewig währende Frage nach dem Skandal der Aufrechterhaltung von Klassengrenzen durch und mit Schule) profitiert. Egal. Die Botschaft ist klar: Wahre Bildung kann und muss mehr sein als das, was uns nun wieder als Normal- und Regelbetrieb von Schule bevorsteht.

Written by schau

27. Juni 2021 at 13:32

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Dumm gelaufen: Distanzunterricht so unergiebig wie Sommerferien

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Written by schau

25. Juni 2021 at 15:46

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Wieder mal fatal: geringes soziales Kapital

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bestätigen, dass die sonderpädagogische Diagnose einer „Lernbehinderung“ bzw. eines sonderpädagogischen Förderbedarfs Lernen nicht nach wissenschaftlichen Kriterien erfolgt, sondern das Ergebnis einer relativ willkürlichen Zuschreibung ist.

Hier die ausführliche Besprechung Brigitte Schumanns einer Untersuchung der Bildungssoziologin Jonna Blanck (2020): „Übergänge nach der Schule als zweite Chance?“

Written by schau

24. Juni 2021 at 11:06

Vereinnahmung wissenschaftlicher Einrichtungen durch Politik

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In der Impfdebatte für Kinder zeigt sich, dass die Politik eine eigene Agenda hat, nämlich: Impfen. Schon als interessierter Laie kann man darauf kommen, dass die Voraussetzungen für eine Empfehlung zu impfen, mindestens übereilt sind.

Noch sträubt sich die die Ständige Impfkommission, die beim RKI angesiedelt ist, einer Einrichtung des Gesundheitsministeriums, der Impfforderung nachzukommen. Aber wie lange hält sie durch? Sollte sie klein beigeben, wäre ihr Ruf wohl beschädigt – es sei denn es gäbe eine Evidenz für das Impfen.
Es ist doch hanebüchen, wenn nun von einem Politiker der Ständigen Impfkommission vorgeworfen wird, ihre Stellungnahme sei verunsichernd und irritierend. Deren Zurückhaltung war doch – ein Lichtblick in finsteren Zeiten – mit der mangelhaften Datenlage begründet worden. Und da sei die Stellungnahme ein Beitrag zu Verunsicherung. Hä?! Das ist doch reinster Trumpismus. Fakten spielen keine Rolle. Es lebe das Gefühl oder – das Interesse.

Impfpflicht durch die Hintertür


Mit solchen Einlassungen wird die Axt an wissensbasierte Entscheidungen gelegt. Pharma- und Überwachungstechnologie wird es freuen, wenn „alte“ Institutionen medizinischer Kontrolle geschleift werden und sie ihre Agenda, unterstützt von „Gesundheits-“ und „Bildungs“-Politikerinnen, ohne große Hindernisse durch Begutachtung umsetzen können. Defacto rücken wir einer Impfpflicht näher, obwohl doch nach Datenlage die Risiken, die Kinder durch das Virus haben, gering ist, ebenso wie der Grad der Gefährdung für andere äußerst gering ist. Dem gegenüber sind die Risiken für langfristige Wirkungen der Impfungen unüberschaubar. Immerhin wird durch sie in den Genapparat eingegriffen.


Denn in dem Maße, wie von politischer Seite Impfungen Minderjähriger forciert werden, müssen individuelle oder familiäre Entscheidungen zur Injektion eines (nach bisherigen Standards nicht hinreichend erforschten) Vakzins unter politischem und normativem Druck getroffen werden.

Wie reagiert das Umfeld, wenn ich mein Kind nicht impfen lasse? Wie reagiert die Schule? Darf mein Kind heute mit ins Restaurant, in den Urlaub, ins Konzert? Diese Fragen werden angesichts der zu erwartenden Verstetigung der Pandemie an Gewicht gewinnen. Damit wird auch der Druck zur Impfung steigen, ganz unabhängig von Gesetzen und Verordnungen. Die Aufgabe von Bundes- und Landespolitikern wäre, die Grundlagen für eine freiwillige Teilnahme an den Impfkampagnen zu schaffen.

Written by schau

28. Mai 2021 at 11:10

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Bild entdeckt, wie sehr die Corona-Maßnahmen zulasten der Kinder gehen

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Pikanterweise bleibt es der Bildzeitung überlassen, die Politiken von Bund und Ländern zu kritisieren

– wenn man einmal von den alternativen Medien absieht.

Das, was offensichtlich war und ist, wurde in großer Zahl von Politik und den Leit-/Qualitätsmedien übergangen: Die schwere Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen durch die Regierungsmaßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

Die Kritik von Ärzte- und Psycholog:innenverbänden wurde vielleicht – eher nicht – erwähnt. Aber sie wurde nie zum Ausgangspunkt kritischer Kommentare zur Regierungspolitik. Richtigerweise weist nun Bild darauf hin, dass Kinder unter Druck gesetzt wurden, sie würden Oma und Opa oder die eigenen Eltern umbringen, wenn sie Freunde träfen etc.

Bild greift damit das sich weiter ausbreitende Unbehagen in der Bevölkerung auf, dass es bei der Impfkampagne um etwas anderes gehen könnte als um die Gesundheit von Kindern und Erwachsenen. Die politische und mediale Ausblendung evidenzbasierter Strategien und die Verschmelzung von Politik und Leitmedien, öffnet große Handlungsfelder für eine dem Anschein nach attraktive und volksnahe Politik von (noch weiter) rechts. Fatal.

Written by schau

28. Mai 2021 at 10:55

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