Nachdenkseiten der Schulpsychologie

Ein Blog für Schulpsychologie und Bildung von Jürgen Mietz

Nachtrag zum Beitrag »Handschrift« vom 11.4.2019

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Durch Zufall stieß ich auf einen anregenden Artikel zum Thema Handschrift

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Written by schau

12. April 2019 at 19:30

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Fundamente der Gesellschaft geraten ins Rutschen

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Egoismus der Wenigen – Zerstörung der Lebensgrundlagen der Vielen

Was als unzusammenhängende, schicksalhafte Chaotisierung gesellschaftlicher Verhältnisse erscheint, hat seine Ursachen in einer Wirtschaftspolitik, deren Priorität es ist, alle Lebensbedürfnisse zu einer Quelle von Profit zu machen. Wie eine Religion durchdringt diese Denkweise unser Leben. Ein Problem der Bildung und Aufklärung. Helfen können dabei ein frischer Artikel in der Süddeutschen und ein älterer.

Written by schau

12. April 2019 at 16:28

Bildung käuflich

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Aufstieg durch Bildung ist ein schönes Versprechen.

Viele Generationen haben daran geglaubt. Manchmal hat es funktioniert. Aber nie anhaltend. Und die so genannten Eliten haben es immer wieder verstanden, sich neue Orte und Gelegenheiten der Rekrutierung ihresgleichen zu verschaffen. Die USA, Modell und Vorreiter der Wertegemeinschaft, der auch wir angehören sollen, hat nun ein Beispiel von Exzellenz geliefert, wie dieSüddeutsche gestern schrieb.

In der gleichen Ausgabe fand sich ein Bericht, der leider hinter der Paywall liegt, aber in seiner Überschrift das Wesentliche zum Ausdruck bringt.

Hier geht es zum abstract der Fachzeitschrift, die von der Süddeutschen zitiert wurde.

Written by schau

11. April 2019 at 19:35

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Auch das noch: Deutschland schreibt immer schlechter

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Neues Ungemach droht: Digitalisierungspakt geschafft – Handschrift versaut. Wissensgesellschaft am Ende.

Kaum scheint die Modernisierung mit der Digitalisierung der Schule geschafft, da kommt die nächste Bedrohung hinterm Busch hervor. Es war aufgefallen, dass Schreiben mit der Hand das Gehirn trainiert. Und weil Schreiben mit der Hand aus der Mode kommt, droht der geistige Verfall. Was nun? Auf jeden Fall: Empör! Empör!

War vor Kurzem die Digitalisierung noch die Rettung vorm Untergang, ist es nun die Rettung der Handschrift. Schaut man genau hin, weiß man mal wieder, dass man nichts Genaues weiß. Hauptsache scheint, den ganzen Bildungs- und gesellschaftlichen Betrieb als Geschäftigkeit von Irren darzustellen. Verwirrung als Herrschaftsmittel. Wir sollen uns abwenden. Damit wollen wir nichts zu tun haben. Oder?

Kann das mal jemand untersuchen?

Die Sache selbst hätte es verdient, dass man ihr nachginge. Es fällt auf, dass es wenig verlässliche Untersuchungen über die Auswirkungen des Schreibens auf die Hirnentwicklung gibt. Noch weniger scheinen wir darüber zu wissen, welche Vor- und Kontexterfahrungen Kinder haben müssen, um analoges/digitales Schreiben nutzen zu können. Gewöhnung an Tipp und Click mit unmittelbar folgenden Rückmeldungen zwecks Konsum und Ablenkung mögen das Nervensystem in einen Zustand geringer Durchhalte- und Knobelbereitschaft versetzen. Das wiederum ist womöglich nicht mit den Forderungen des komplexen handschriftlichen Schreibens und Formens von Buchstaben vereinbar. Welchen Zusammenhang mag es zwischen geistiger Aktivität und taktilen, motorischen, emotionalen und kognitiven Prozessen geben? Kann das mal jemand untersuchen?

Die Erinnerung an den Nutzen der Handschrift erscheint wie ein verzweifelter Versuch der massiv geförderten Digitalisierung, die ihren Nutzen für Bildung noch nicht nachweisen konnte, pädagogisch und analog etwas entgegenzusetzen. Angesichts der sachlich kaum zu begründenden Digitaloffensive, würde man den Verfechtern der Handschrift Unrecht tun, wenn man sie als Alarmisten oder Kulturpessimisten abtäte.

Nachträglich eingefügt folgender Artikel

Das Betrübliche und Beunruhigende ist, dass wir wenig wissen, was das eine und das andere mit dem Gehirn (und mit noch anderem) macht. Für eine Gesellschaft, die sich gern als Wissensgesellschaft beschreibt, ist das kläglich und entbehrt jeder Rationalität.

Written by schau

11. April 2019 at 18:51

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»Die Mittel- und Oberschicht setzt sich ab«

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lautete der Titel einer Sendung des Deutschlandfunkkultur am 18.2.2019

Was Grundgesetz und Ländergesetze verbieten, findet tatsächlich statt: Die Spaltung der Gesellschaft wird durch Privatisierung vorangetrieben. Aufstieg durch Bildung? Für die einen etwas mehr, wenn das Einkommen es erlaubt.

Der Soziologe Marcel Helbig untersuchte mit seiner Forschungsgruppe, wie sich die Bildungslandschaft verändert. Die Mittel- und Oberschicht schafft sich die Welt, wie sie sie braucht und will – und sonntags wird dann über den Zusammenhalt der Gesellschaft geredet. Vielleicht werden die Kids auch zum Protest gegen den Klimawandel ermuntert oder zur Fürsorglichkeit in Charity-Aktionen. Aber ansonsten will man unter sich sein.

So geht’s: Erst Parteien wählen, die die Einkommen von unten nach oben umverteilen. Dann sich wundern, dass die ärmer und arm werdenden Menschen sich so unterträglich benehmen; dann feststellen, dass das für die Kinder und für das Lebensgefühl nicht gut ist. Und dann, logisch, die Schulen, die zu uns passen. Das sind Spielräume einer bürgerlichen Gesellschaft, die den republikanischen Geist aufgegeben hat – oder ihn nie hatte. Bürgerliche Rohheit, wie Wilhelm Heitmeyer das nennt.

Written by schau

31. März 2019 at 11:53

Veröffentlicht in Bildungspolitik, Privatisierung

Nachdenken über Zukunft, Digitalisierung, Weltmeister etc.

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Ständig werden wir mit Begriffen gefüttert, die uns lähmen, die uns überwältigen, die unsere Denkfähigkeit unterlaufen.

Vollends absurd wird die Sache, wenn die „Zukunftsfähigkeit“ zur „Zukunftskompetenz“ aufgeplustert wird. Dies geschieht nicht nur im Bereich der Business-Coaches und Lebensratgeber – sondern vor allem auch im Bildungssektor! Zukunft als Kompetenz gilt dann als Universalformel für alle irgendwie anstehenden Aufgaben. Wer Inhaber einer Zukunftskompetenz ist, muss im Grunde nichts Spezifisches mehr können. Denn schlicht alles, was man irgendwie mal können sollte, dürfte durch eine Zukunftskompetenz ja bereits abgedeckt sein. Was früher einmal das Universalgenie gewesen sein soll, scheint heute durch den Zukunftskompetenten ersetzt.

Davon handelt der Essay von Daniel Hornuff

Written by schau

17. März 2019 at 11:38

Veröffentlicht in Bildungspolitik

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Ökonomie schlägt Bildung

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Steuerung und Kontrolle sind wichtiger als Persönlichkeit und Bildung – Verdummung macht Fortschritte

Hier noch einmal eine Meldung zum Digitalpakt. Gibt es dazu eigentlich Kommentare von Psychologieverbänden?

Written by schau

25. Februar 2019 at 12:53

Veröffentlicht in Bildungspolitik

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