Nachdenkseiten der Schulpsychologie

Ein Blog für Schulpsychologie und Bildung von Jürgen Mietz

Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Zweifel am Sinn der Digitalisierungseuphorie

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Was mal Globalisierung war, soll nun Digitalisierung werden: Eine Welle, der man nichts entgegensetzten kann und darf, die man nicht gestalten kann, die keine Risiken hat – der man sich nur unterwerfen kann. Will man nicht den Eindruck erwecken, man sei nicht mehr ganz bei Trost.

Die Schulen müssen digitalisiert werden. So heißt es landauf, landab und so gut wie unabhängig von sonstigen Positionen in der Bildungspolitik. Im Koalitionsvertrag sind fünf Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren dafür vorgesehen. Dass das kaum ausreichen wird, um alle Schulen und alle Schüler mit dem auszustatten, was man sich an Servern, Clouds, W-Lan-Anschlüssen und Endgeräten (Smartphones, Tablets, PCs) so vorstellt, geht aus einfachen Rechnungen hervor. Manche halten die dreifache Summe für nötig.

Es gab auf dieser Website schon kritische Stimmen, die davor warnten zu glauben, die Probleme der Schulen ließen sich per Digitalisierung lösen

Hier folgt nun eine weitere Stimme aus der FAZ

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Written by schau

31. März 2018 at 18:04

Nachdenkseiten der Schulpsychologie als Jahrbuch 2018

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front(1)Artikel der letzten Monate gesammelt, als Buch und als e-book

Nicht jeder Mann und jede Frau mögen es, längere Texte am Bildschirm zu lesen. Deshalb habe ich die längeren Artikel dieser Website, die ich geschrieben habe, in einem Buch zusammengestellt.

Nachdenkseiten der Schulpsychologie, Jahrbuch 2018

und hier in der Version als e-book

Written by schau

26. März 2018 at 10:35

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Nachdenken über Gesellschaftsblindheit in der Psychologie

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Heiner Keupp animierte mich mit seinem Vortrag und Aufsatz »Das verlorene Selbst der Psychologie. Für die Überwindung der Gesellschaftsblindheit« zu einem eigenen Text. Der drohte mir aus den Fugen zu geraten, steht hier nun aber doch bereit, um gelesen zu werden.

Nachdenken über Gesellschaftsblindheit

Bildungsarmut – und wer profitiert?

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Gepflegte Atmosphäre im Auditorium der Hafencity-Universiät. Kühler, sachlicher Beton, die Längsseite besitzt eine lange und hohe Glasfront. Weltoffenheit, wie die Architekten sie uns vorführen. Der Blick schweift über die Elbe, zu den Elbbrücken und zu den Hafenanlagen. Die Hafencity, ein am Reißbrett entstandener Stadtteil, mit Bürogebäuden und Wohnungen. Überwiegend im hochpreisigen Segment. Die Wände sind kahl, keine Parolen, keine Aufrufe. Die versammelten Expert’inn’en sprechen ruhig, wie vor einem Konzert. Das Thema: Illusion Chancengleichheit. Wer bleibt im Bildungswesen auf der Strecke?

Es handelt sich um die 8. Konferenz zur sozialen Spaltung in Hamburg. Von der Spaltung bekommen wir hier und bei der Anreise im Stadtteil nur eine Seite mit. Ein Ort der Geldanleger  und der Vermarktung moderner Stadtpolitik. Von der anderen Seite der Spaltung erfahren wir, wenn wir von den dunklen Seiten missratener Schulstrukturpolitik und von den Anstrengungen der Lehrer’inn’en und Helfer von Fördereinrichtungen hören. Und von der Ungeduld gegenüber einem „Weiter so“ der akribischen Datensammlungen, die immer wieder die tiefer reichende Spaltung feststellen, ohne dass politische und schulpolitische Richtungsänderungen folgen. Veranstalter ist die Arbeitsgemeinschaft Soziales Hamburg.
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Essener Tafel – ein Szenario der Verrücktheiten

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Die Maßstäbe in der Äußerung von Klagen und Vorwürfen an die Essener Tafel scheinen bar jeden Verstandes zu sein. Sie sind aber ein Beispiel, wie mit Hilfe von Medien und Politiker’inne’n nach monate-, auch jahrelanger Vorurteilsbildung die Schuld bei den ärmsten der Armen festgemacht wird. Tatsächlich wird jedoch eine systematische Bereicherungspolitik der Reichen betrieben. Und die stellen sich nun hin und kritisieren die Armenspeisung, Tafeln genannt.

Erstens. Warum gibt es überhaupt die „Tafeln“? Sie sind das Ergebnis einer gezielten Verarmungspoltik (Kanzler Schröder sinngemäß und voller Stolz: Wir haben den größten Niedriglohnmarkt geschaffen). Sie wird angewendet auf Deutsche und auf Zuwanderer. Sie wird verschleiert: Wir leben gut und gern in diesem Land.

Zweitens. Die Tafeln stehen in Gefahr, in ihrem Wohltätigkeitsdenken und in ihrem bürgerschaftlichen Engagement die Entpolitisierung voranzutreiben. Das ist die Kehrseite der Ehrenamtlichkeit. Sie können leicht die nützlichen Idioten einer Politik der Unterfinanzierung von Sozialstaatlichkeit werden.

Drittens. In ihrer Entpolitisiertheit kann es den wohltätigen Menschen leicht passieren, dass sie nicht die strukturellen Voraussetzungen ihres Handelns sehen und auf die Oberfläche, auf die dargereichten Schuldigen und Lösungen, verfallen: Die Ausländer sind’s und müssen raus.

Viertens. Schafft ein Regelwerk. Wer sich nicht an die Regeln hält, erhält einen Hinweis, wer wiederholt gegen die Regeln verstößt, wird ausgeschlossen. Wenn es gut ist, gibt es eine Belohnung oder ein Fest. So ähnlich machen das nicht wenige Schulen.

Fünftens. Macht euch stark für eine gerechte Sozialpolitik, für Umfairteilung.

Passend dazu

 

Written by schau

1. März 2018 at 11:31

Bündnis für humane Bildung im Kultusministerium

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Der Vorrang des Pädagogischen bleibt vage

Vor einigen Monaten hatte ich hier einen Link zu einem Aufruf des „Bündnisses für humane Bildung“ gegen den Digitalpakt gesetzt. Inzwischen hat es ein Gespräch des Bündnisses mit dem baden-württembergischen Kultusministerium gegeben. Hier kann man das Ergebnis nachlesen.

Written by schau

6. Februar 2018 at 16:28

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Die Abschiedsvorlesung von Heiner Keupp 2008

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Die Auflösung der Universität als Ort unabhängigen Denkens

So oder so ähnlich lässt sich die Abschiedsanalyse Heiner Keupps lesen. Erhellend und lesenswert. Es kommt einem so vor, als sei Schule nicht weit von der reformierten Universität entfernt

Written by schau

26. Januar 2018 at 22:53

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