Nachdenkseiten der Schulpsychologie

Ein Blog für Schulpsychologie und Bildung von Jürgen Mietz

Archive for the ‘Psyche’ Category

Depression – das erschöpfte Selbst. Eine Ausstellung

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In Hamburg gibt es für wenige Wochen eine Ausstellung — Krankheit als Metapher —, die Depression und ihre Entstehung in einen sozialen Kontext stellt. Der Bericht in der taz ist informativ und anregend. Im Unterschied zu den gängigen Interpretationsweisen, wie sie nicht zuletzt in Schule eine Rolle spielen, gilt der diagnostische und therapeutische Blick nicht allein dem überforderten Individuum. Auf die Einengungen und Unzulänglichkeiten des Depressionsbegriffs bin ich hier schon einmal eingegangen.

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Written by schau

13. Oktober 2014 at 23:07

Veröffentlicht in Lernen und Emotion, Psyche

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Macht das Leben in der Stadt psychisch krank?

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Immer mehr Menschen leben in Städten. Und immer mehr Menschen in Städten sind psychisch krank. Stressfaktoren, die in Städten bedeutsamer zu sein scheinen als auf dem Land sind Enge, Angst vor Ausgrenzung, Verlust an Kontrolle über das eigene Leben. Welche Möglichkeiten gibt es Städte stressfrei(er) zu gestalten? Diesen Fragen geht eine Sendung des Deutschlandradio Kultur nach. Man kann die Sendung nachhören und nachlesen.

Written by schau

24. Januar 2013 at 22:09

Veröffentlicht in Psyche

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Die Homogenisierung der Welt

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Was ist gesund und reif – und wer?

Die fünfte Version des DSM – Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders – steht vor ihrer Veröffentlichung. Götz Eisenberg setzt sich kritisch mit dem DSM auseinander, welches nicht nur in der Psychiatrie  Wirkung entfaltet. Vielfach orientieren sich auch Psychologen und andere Beratungsberufe an diesem Konzept. Durchaus zu unrecht und jedenfalls mit problematischen Folgen. Hier ein kurzer Auszug aus seinem Kommentar:

Unter der befriedeten Oberfläche unseres Alltagslebens vollzieht sich ein permanenter Krieg, der umso beschwerlicher ist, als er sich nicht genau bestimmen lässt. In Form von Nervosität, Ärger und Gereiztheit werden wir vom Alltag pausenlos mobilisiert, aber für eine unsichtbare Schlacht und gegen einen Feind, der sich schwer ausmachen lässt. Herrschaft tarnt sich als Technik, Ausbeutung und Unterdrückung verstecken sich hinter Marktgesetzen und Sachzwängen. Wir haben es nicht mit einem einzelnen Gegner zu tun, sondern mit tausend undeutlichen Widrigkeiten, auf die unser Körper ganz von allein reagiert, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Unser Leben ist zugleich unruhig und monoton, wir sind erschöpft und gleichzeitig stößt uns nichts zu. Der Stress ist ein sprachloser Schmerz, der keine Geschichten macht und keine Ideen schenkt. Depressiv wird, hat Sloterdijk einmal gesagt, „wer Gewichte trägt, ohne zu wissen wozu.“

 

Written by schau

23. Januar 2013 at 22:01

Langsame Prozesse

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Die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern sich – was tun die Professionellen?

Im Anschluss an den Kongress »Sozialpsychologie des Kapitalismus – zur Aktualität Peter Brückners« Anfang März 2012 fand ich einige interessante Artikel, die auch im Netz verfügbar sind. Klaus-Jürgen Bruder eröffnete den Kongress. Von Klaus-Jürgen Bruder gibt es hier weitere interessante Artikel, die auch für Schulpsychologinnen und Schulpsychologen und ihre Praxis interessant sein könnten: Sie befassen sich mit »Verdrängung der Frage nach dem Sinn«, mit Psychotherapie und Markt, Subjektvorstellungen.

Written by schau

20. März 2012 at 20:32

„Ein Land – drei Generationen“. Eine Rezension

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Helmut Becker-Behn hat gelesen, ist beeindruckt – und er berichtet davon. Es geht um das Buch
„Ein Land – drei Generationen“ von Wolfgang Schmidbauer aus dem Jahre 2009.

„Mir geht es sowohl um die Geschichte der Bundesrepublik, wie um die Dynamik deutscher Familien. Wenn es mir gelingt, die Aufmerksamkeit für das Ineinandergreifen von historischem Einfluss und prägender Beziehungsdynamik zu schärfen, vielleicht gar zu einem neuen Blick auf die eigenen Eltern anzuregen, habe ich meine Ziele erreicht.“

Ein Land – drei Generationen

Written by schau

21. Februar 2012 at 23:21

Veröffentlicht in Lesestoff, Psyche

Hunger nach Sinn

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Als sei es abgesprochen, erschien gestern auf den Nachdenkseiten ein Artikel von Götz Eisenberg, der zum Thema des vorangehenden Beitrag passt: Hunger nach Sinn.

Zugegebenermaßen ist letzterer umfangreicher und tiefgehender. Eingebunden ist der Text in eine Würdigung Alexander Kluges.  Und dieser wiederum steht »auf den Schultern« von Theodor W. Adorno. Es geht um Geschichte und Eigensinn, um die Macht der Gefühle  (“Menschen, die etwas nicht mehr aushalten, ertragen es noch lange. Dann plötzlich brechen sie aus – unerwartet und brutal!”), um »Sinnentzug. Eine gesellschaftliche Situation, in der das kollektive Lebensprogramm von Menschen schneller zerfällt, als die Menschen neue Lebensprogramme produzieren können.« Um Glück aus der Kindheit als Voraussetzung für Motivation des Erwachsenen. Lesenswert.

Written by schau

14. Februar 2012 at 17:55

Depressive Symptome in der Schule

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Auch bei den Kolleginnen und Kollegen der Schulpyschologie wird beim Thema »Depression« sehr stark auf ihren medizinischen und klinischen Begriff abgehoben. Diese Sicht infrage zu stellen, heißt nicht, ihn zu leugnen. Wie selbstverständlich wird jedoch die medizinische Nomenklatur und ihre Denkweise aufgenommen und vorausgesetzt. Nicht dass »Depression« keine medizinische, biologische oder klinische Seite hätte – nur sie zu sehen und sich auf ihr implizites Denk- und Theoriemodell einzulassen, hieße aber, Möglichkeiten der Interpretation und Einwirkung auszublenden. Den Rest des Beitrags lesen »

Written by schau

13. Februar 2012 at 21:53

Veröffentlicht in Lernen und Emotion, Lesestoff, Neurobiologie, Psyche

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